Impulsgeber emotionaler Genuss 2017: Seniorenzentrum Carl-Joseph

Mit viel Herzblut und einem ganzheitlichen Ansatz vermitteln die MitarbeiterInnen des Seniorenzentrums Carl-Joseph in Leutkirch den Bewohnern ein Stück Zuhause. Hier haben kulinarische Vorlieben und auch sonstige kleine und große Wünsche jede Menge Platz.

Ein Großteil des sozialen Miteinanders spielt sich in der Küche ab: Leiterin Simone Simon ist sicher, dass die aktive Teilnahme der Senioren an der Vor- und Zubereitung von Mahlzeiten einen entscheidenden Beitrag zum Erhalt ihrer individuellen Autonomie leistet. „Dank unseres Wohngruppenkonzepts mit überschaubaren, familiären Wohnküchen sorgen wir dafür, dass ein Bewohner hier so leben kann wie zu Hause: mit dem, was er gerne isst und trinkt, und dem, was er gerne tut“, sagt sie und fügt hinzu: „Eigentlich ganz einfach: Alles, was vorher Ritual war, darf auch hier Ritual sein.“

Auch bei der Speisezubereitung wird erzählt und gelacht. Sich gemeinsam mit den Senioren auf eine Mahlzeit zu freuen, gehört für die Mitarbeiter einfach dazu.

Viele Senioren beteiligen sich an der Gestaltung des Speiseplans – und lassen durch ihre Wahl andere Mitbewohner an ihren Lieblingsgerichten teilhaben: vom weihnachtlichen Striezel bis zu den berühmten Allgäuer Kässpatzen. Dafür bauen die Bewohner im hauseigenen Gemüsegarten selbstständig Gemüse an, das später in Topf und Pfanne landet. Auch das interne Lädele lädt zum Einkaufen von Süßigkeiten und Knabbereien ein. Ein mobiler Wochenmarkt wird bis ans Bett immobiler Bewohner geschoben, die so ohne viele Umstände für alle in das soziale Leben in der Einrichtung eingebunden werden. Bewohner und Pflegekräfte kommunizieren rund um diese Aktivitäten intensiv miteinander – eine wichtige Voraussetzung für das Wohlbefinden der Senioren. Im Seniorenzentrum Carl-Joseph herrscht eine echte Wohlfühlatmosphäre und die Bewohner wissen die Art des Miteinanders zu schätzen, auch dank des Projekts „Wünsche im Blick“. An der „Wünschewand“ können die Bewohner kleine wie größere Sehnsüchte notieren, vom Zoobesuch bis zum Ausflug ins Eiscafé. Das Schöne daran: Für fast jeden Wunsch wird ein Pate gefunden, kaum einer bleibt unerfüllt.

 

Der mobile Wochenmarkt kann auch bis ans Bett immobiler Bewohner geschoben werden.

In Leutkirch denkt und handelt man ganzheitlich. „Gute Pflege ist wichtig, aber sie ist nicht das einzig Wichtige“, betont Simone Simon. Und Pflegedienstleiterin Carmen Kreuzer ergänzt: „Unsere Philosophie ist es, miteinander den Alltag zu leben und zu genießen – dafür setzen sich alle Mitarbeiter leidenschaftlich ein. Sehen, riechen, schmecken und sich auf eine Mahlzeit freuen, das gehört für uns einfach mit dazu!“

 

 

Die Seminare

Gemeinsam Konzepte für emotionalen Genuss entwickeln

Wir präsentieren Ihnen keine vorgefertigten Lösungen, sondern erarbeiten im gemeinsamen Austausch mit Ihnen Konzeptideen, die Sie ganz individuell in Ihrer Senioreneinrichtung umsetzen können.

Der Wettbewerb

Wir suchen die besten Konzepte in der Seniorenverpflegung

Senioreneinrichtungen, in denen gute, praxisnahe Ansätze für mehr emotionalen Genuss in der Verpflegung bereits gelebt werden, können demnächst wieder an unserem Wettbewerb teilnehmen.

Das Buch

Kochbuch-Bestseller: Wir haben einfach gekocht

Mit unserem Kochbuch haben wir das Thema emotionalen Genuss in der Verpflegung von Senioren in die gesellschaftliche Breite getragen. Eine kulinarische Reise durch Deutschland weckt Erinnerungen!